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Beschluss der 79. Gesundheitsministerkonferenz der Länder
vom 30.6.2006, TOP 11.1

Folsäureprophylaxe

Die Gesundheitsministerkonferenz hat einstimmig beschlossen:

  1. Die Gesundheitsministerkonferenz nimmt die vorgelegte Einschätzung aus dem Bericht des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) in Verbindung mit den Erkenntnissen aus dem Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt zur Bedeutung einer ausreichenden Versorgung vor allem von Frauen im generationsfähigen Alter mit Folsäure zur Kenntnis.
  2. Die Gesundheitsministerkonferenz bittet das Bundesministerium für Gesundheit, die vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), Bonn, in Auftrag gegebene Stellungnahme zu Nutzen und Risiken einer Folsäureanreicherung an die Länder weiterzugeben, sobald diese dem BMELV vorliegt.
  3. Vor dem Hintergrund der bestehenden Wissensdefizite in der Bevölkerung, insbesondere im Hinblick auf die Zielgruppe Frauen im generationsfähigen Alter, werden die zuständigen Bundesministerien gebeten, geeignete Maßnahmen und Programme zunächst über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) einzuleiten und langfristig in der Prävention zu verankern.

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