Beschlüsse der 82. GMK am 24. und 25. Juni 2009 in Erfurt
Beschluss der 82. Gesundheitsministerkonferenz der Länder
vom 25.6.2009, TOP 11.2
Nationaler Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten - Umsetzung in den Ländern -
Die Gesundheitsministerkonferenz beschließt einstimmig:
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder begrüßen den von der Bundesregierung am 25. Juni 2008 beschlossenen Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und den damit zusammenhängenden Krankheiten. Mit dem Votum des Bundesrates, dass der Nationale Aktionsplan als eine längerfristige gesellschaftliche Aufgabe zu verstehen ist, in die alle Politikfelder und alle Ebenen einzubeziehen sind, die einen Beitrag zur Entwicklung eines gesundheitsfördernden Lebensumfeldes und gesundheitsförderlicher Lebensstile leisten, haben die Länder eine politische Verantwortung für Gesundheitsförderung und Prävention übernommen, die in konkretes politisches Handeln umzusetzen ist.
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder werden sich in ihren Ländern verstärkt sowohl für die Umsetzung des Nationalen Aktionsprogramms als auch den bedarfsgerechten und qualitätsgesicherten Ausbau von Gesundheitsförderung und Prävention einsetzen.
Sie werden darauf hinwirken, dass
- der Grad der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans in Ländern und Kommunen erhöht wird,
- die Stärkung einer qualitätsgesicherten und bedarfsgerechten Gesundheitsförderung und Prävention als notwendige Voraussetzung für diese Umsetzung ausdrücklich zu einer gesundheitspolitischen Maxime erklärt und in die Gesundheitszieleprozesse integriert wird,
- Gesundheitsförderung und Prävention als ressortübergreifende Aufgaben im Bewusstsein und in der Verantwortung von Politik und Verwaltung verankert werden,
- die nicht originär mit Erhalt und Förderung der Gesundheit befassten gesellschaftlichen Bereiche mehr als bisher in die Verantwortung für Erhaltung und Förderung der Gesundheit genommen werden und
- insbesondere die Gesundheitsförderung zu einem Gestaltungsprinzip in allen Lebensbereichen wird.
