Beschlüsse
Beschlüsse der 2005
TOP: 7.6 Schutz Jugendlicher vor Schönheitsoperationen
Die Gesundheitsministerkonferenz hat einstimmig beschlossen:
Die Gesundheitsminister/ -ministerinnen und Gesundheitssenatoren/ -senatorinnen sehen mit Sorge die Zunahme der schönheitschirurgischen Eingriffe. Sie begrüßen die Aktivitäten der auf Initiative der Bundesärztekammer von Vertretern aus Politik, Kirchen und Gesellschaft ins Leben gerufene "Koalition gegen den Schönheitswahn".
Die GMK appelliert an alle Verantwortlichen über die geltende Rechtslage hinaus, ein deutliches Gegengewicht zu dem insbesondere auch von den Medien geförderten Trend zur Schönheit aus zweiter Hand zu schaffen. Sie verurteilt Medienberichte und gerade Fernsehsendungen über Schönheitsoperationen, wenn sie dem Voyeurismus und der Sensationslust dienen. Sie fordert die Medien und insbesondere Sendeanstalten auf, im Interesse des Jugendschutzes auf solche Berichte und Sendungen zu verzichten und in Sendungen zu Themen der Schönheitschirurgie objektiv, deutlich und umfassend auf mögliche Risiken hinzuweisen.
Die GMK hält es für erforderlich, durch Informations- und Aufklärungskampagnen die Jugendlichen und deren Eltern für die Risiken der so genannten Schönheitsoperationen zu sensibilisieren.
Ferner bittet die GMK die KMK zu und die JMK prüfen, welche Möglichkeiten bestehen, in Schulen und Einrichtungen der Familienbildung und der Jugendarbeit die Thematik der so genannten Schönheitsoperationen aufzugreifen und die Minderjährigen bzw. Eltern über die Risiken von schönheitschirurgischen Eingriffen zu informieren.
