Beschlüsse
Beschluss der 99. GMK 10.06.2026 – 11.06.2026
TOP 7.25: Wir brauchen ein positives Klima für Prävention und Gesundheitsförderung.
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder fassen mehrheitlich folgenden Beschluss:
- Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder stellen fest, dass Deutschland im europäischen Vergleich die höchsten Gesundheitsausgaben aufweist, jedoch bei wichtigen Faktoren wie der Lebenserwartung oder gesunden Lebensjahren hinter vergleichbaren Staaten zurückbleibt.
- Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder stellen fest, dass sich der soziale Status der Bürgerinnen und Bürger auf die Gesundheitskompetenz und damit auch auf das Gesundheitsverhalten auswirkt.
- Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder stellen fest, dass Maßnahmen zur Prävention und Gesundheitsförderung einen wesentlichen Beitrag leisten können, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu verbessern und das Versorgungssystem zu entlasten. Prävention und Gesundheitsförderung sollten im Sinne des „Health in All Policies“-Ansatzes auf allen föderalen Ebenen ressort- und rechtskreisübergreifend umgesetzt werden.
- Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder bitten daher den Bund, eine übergeordnete nationale Gesamtstrategie unter Einbezug der Länder, Sozialversicherungsträger und weiterer relevanter Akteurinnen und Akteure zu entwickeln, in deren Rahmen Maßnahmen zur Verbesserung von Prävention und Gesundheitsförderung systematisch gebündelt werden, wobei Maßnahmen der Verhältnisprävention – d. h. die Schaffung gesundheitsförderlicher Lebensverhältnisse – gegenüber ausschließlich verhaltenspräventiven Ansätzen zu berücksichtigen sind, wie von den Ländern unter TOP 7.20, Novellierung des Präventionsgesetzes, als Vorschlag vorgelegt.
