Beschlüsse
Beschluss der 86. GMK 26.06.2013 – 27.06.2013
TOP 11.3: Lebensbedingungen von Intersexuellen verbessern
Die Gesundheitsministerkonferenz beschließt einstimmig:
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Die GMK sieht in der Etablierung von Referenzzentren zur angemessenen medizinischen Versorgung mit eingebundener psychosozialer Beratung im Bedarfsfall, sowie durch eine verbindliche Zusammenarbeit mit den vor Ort versorgenden Medizinern und psychosozialen Beratungsstellen/Selbsthilfegruppen eine angemessene Versorgungsstruktur.
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Um eine individuelle und qualifizierte medizinische und psychosoziale Begleitung hin zur zeitgerechten Entscheidungsfindung bei Eltern und Kind zu erreichen, wird von Seiten der GMK Handlungsbedarf in folgenden Bereichen gesehen:
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Qualifizierung der medizinischen Berufsgruppen zur Thematik DSD
Die Landesärztekammern und –Psychotherapeutenkammern werden gebeten, das Thema im Rahmen von Fort- und Weiterbildung verstärkt aufzugreifen.
Der Bund wird gebeten, das Thema Intersexualität in die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Hebammen aufzunehmen und die Aufnahme in den Ausbildungen in der Pflege zu überprüfen.
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Förderung von regionaler Selbsthilfe und von Verbänden
Die Länder werden die Koordinierungsstellen der gesundheitlichen Selbsthilfe bitten, regionale Selbsthilfegruppen anzuregen und auf die Förderung nach § 20 (2) SGB V hinzuweisen. Sie werden eigene Unterstützungsmöglichkeiten prüfen.
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Unterstützung der Forschung
Der Bund wird gebeten, die Forschung zur Intersexualität zu verstärken.
