Beschlüsse
Beschluss der . 2007
TOP 10.4: Ausbau der Strukturen zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen
Die Gesundheitsministerkonferenz hat einstimmig beschlossen:
- Die 74. GMK hatte bereits in ihrem Beschluss "Soziale Lage und Gesundheit" vom 22.06.2001 darauf hingewiesen, dass der Sozialstatus einen erheblichen Einfluss auf individuelle Gesundheit und Krankheit hat. Für Kinder und Jugendliche hat gerade der erste Kinder- und Jugendsurvey Deutschlands (KiGGS-Studie) den Zusammenhang von Sozialstatus und Individueller Gesundheit bzw. Krankheit bestätigt.
Bereits 2002 hatte die 75. GMK insbesondere mit Blick auf die Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit eine bessere Koordination und Vernetzung von Angeboten gefordert.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) baut seit Herbst 2003 einen nationalen Kooperationsverbund "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" auf, der zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation von sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen beitragen soll. Zurzeit gehören diesem Kooperationsverbund bereits über 40 Organisationen auf Bundes- und auf Länderebene an, darunter die Spitzenverbände der Krankenkassen.
In allen Bundesländern wurden Netzwerke gegründet ("Regionale Knoten"), die Beispiele guter Praxis der Gesundheitsförderung von sozial Benachteiligten identifizieren und kommunizieren, um so zu ihrer Verbreitung beizutragen. An der Finanzierung der Regionalen Knoten beteiligen sich BZgA, Länder und Krankenkassen. - Die GMK begrüßt die Arbeit des Kooperationsverbundes zur "Gesundheitsförderung bei sozial Benachteiligten" und empfiehlt den Ländern, zum Ausbau des Kooperationsverbunds und der Regionalen Knoten in geeigneter Weise beizutragen.
Die GMK bittet den Bund dafür Sorge zu tragen, dass auch über 2007 hinaus die weitere anteilige Finanzierung der Regionalen Knoten durch den Bund sowie die zentrale Koordination der Regionalen Knoten durch die BZgA erfolgen.
Weiter empfiehlt die GMK in Anbetracht der Häufung gesundheitlicher Probleme und Risikofaktoren in Abhängigkeit vom sozio-ökonomischen Status, bei Beschlüssen und Maßnahmen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit die Daten der KiGGS-Studie zu berücksichtigen.
