Beschlüsse
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Beschlüsse der GMK 05.06.2019 - 06.06.2019
TOP: 6.5 Steigerung der Impfquoten gegen die Masern
Die GMK hat den folgenden Beschluss mehrheitlich gefasst:
Die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder fassen folgenden Beschluss:
- Die GMK stellt fest, dass trotz in Deutschland gestiegener Impfquoten gegen die Masern es hierzulande immer wieder zu Masernerkrankungen kommt, von den nicht nur Kinder bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres, sondern insbesondere auch junge Erwachsene betroffen sind.
- Die GMK ist der Überzeugung, dass bei sich regional unterschiedlich darstellenden Impfquoten ein länderübergreifendes Vorgehen erforderlich ist, um die für die Eliminierung der Masern notwendige Impfquote von 95% in der Bevölkerung in Deutschland zu erreichen. Sie fordert die Bundesregierung auf, sich an den Kosten, insbesondere für den ÖGD, zu beteiligen.
- Die GMK begrüßt daher die Initiative des Bundesgesundheitsministers, eine bundesweit einheitliche Regelung zur Masernimpfpflicht zu schaffen, mit der vulnerable Personengruppen in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinisches Personal erreicht werden soll.
- Die GMK teilt die Ergebnisse der 6. Nationalen Impfkonferenz in Hamburg, wonach die Masernimpfplicht eine Möglichkeit darstellt, die Impfquote gegen die Masern zu erhöhen, es aber im gleichen Maße flankierender Maßnahmen bedarf, die in Hinblick auf eine Verbesserung der Impfquoten bei jungen Erwachsenen sowie Kindern und Jugendlichen weiter auszubauen sind.
- Die GMK fordert eine Evaluierung der Gesetzeswirkung sowie der STIKO-Empfehlung zur Masernimpfung im Erwachsenenalter und ggfs. Aktualisierung letzterer.
